SaaS, Software as a Service, bezeichnet Software, die über das Internet im Abonnement bereitgestellt wird, statt direkt auf einem Computer gekauft und installiert zu werden. Es ist zum dominanten Modell geworden, wie die meisten Unternehmen heute Software nutzen.
Statt eine Lizenz zu kaufen und lokal zu installieren, greifen Nutzer über einen Browser oder eine schlanke App auf SaaS-Produkte zu, während die Software auf den Servern des Anbieters läuft. Der Anbieter übernimmt Hosting, Wartung, Updates und Sicherheit zentral, Kunden zahlen ein laufendes Abonnement statt eines einmaligen Kaufpreises. Bekannte Beispiele sind Gmail, Asana, Salesforce oder Slack.
SaaS hat traditionelle Software für die meisten Anwendungsfälle abgelöst, weil keine lokale Installation oder Wartung nötig ist, Updates automatisch und zentral ausgerollt werden, der Zugriff von überall möglich ist, und die Abonnementpreise die Kosten über die Zeit verteilen statt einen großen Vorabkauf zu erfordern.
SaaS erfordert eine Internetverbindung, und laufende Abonnementkosten können sich über einen langen Zeitraum aufsummieren. Daten liegen typischerweise auf den Servern des Anbieters statt lokal, was echte, bedenkenswerte Fragen zu Datenkontrolle und Portabilität aufwirft, bevor man sich für ein bestimmtes SaaS-Produkt entscheidet.
Das wirtschaftliche Modell hinter SaaS ist das, was es von älterer Softwarebereitstellung unterscheidet – nicht nur, dass es „im Browser läuft“. Klassische Software war ein einmaliger Verkauf – der Umsatz des Anbieters kam vollständig aus dem Erstkauf, vielleicht ergänzt durch ein bezahltes Upgrade alle paar Jahre. SaaS-Umsatz ist wiederkehrend und an fortlaufende Nutzung gekoppelt, was die Anreize des Anbieters grundlegend verändert: Ein SaaS-Unternehmen verdient nur weiter Geld, wenn der Kunde weiterhin Wert erkennt und verlängert – Bindung und kontinuierliche Verbesserung werden damit ebenso wichtig wie der Erstverkauf.
Das erklärt auch, warum SaaS-Produkte deutlich häufiger aktualisiert werden als klassische installierte Software – ein Anbieter, dessen Umsatz von Verlängerungen abhängt, hat einen direkten finanziellen Anreiz, das Produkt weiter zu verbessern, da ein stagnierendes Produkt ein Abwanderungsrisiko darstellt. Für Käufer bedeutet das in der Regel bessere langfristige Produktqualität, aber auch eine Abhängigkeit vom Fortbestehen und den Preisentscheidungen eines Anbieters, wie sie der Besitz installierter Software nie erforderte.